Pfadi-Sommerlager 2016 in Norwegen

Erschienen am 12. September 2016 in Pfadfinderstufe

 

Das Pfadi-Sola 2016 mit dem Ziel Norwegen war ein einziges großes Abenteuer. Mit zwei Autos legten wir ingesamt ca 3000km zurück und wussten oft am Morgen noch nicht genau, was wir am Abend machen und wo wir genau sein würden. Für dieses Wanderlager haben wir an 4 Orten in Norwegen Halt gemacht. Von Schwerte aus fuhren wir zunächst bis nach Haithabu, wo wir uns das Wikingermuseum und die schöne Stadt Schleswig ansahen (die Pfadis sahen vor Alle die vielen Pokemon, die sie dort fingen). Von dort aus ging es nach Hirtshals ganz im Norden von Dänemark, wo wir eine kurze und etwas feuchte Nacht auf einem Parkplatz am Fähranleger verbrachten. Völlig übermüdet fuhren wir auf die Fähre, nur um uns beim Herunterfahren in Langesund zu verlieren. Wiedergefunden und weitergefahren kamen wir in Geilo an. Der Frust über die Kälte wurde sofort weggeblasen durch die Erkenntnis, dass es dort freies WLAN gibt. Nun konnten noch viel mehr Pokemon ohne Verbrauch des kostbaren Internetvolumens gefangen werden!

Von Geilo aus fuhren wir über eine wunderschöne Strecke nach Bratland in Haukeland. Dieser lustig benannte Ort liegt nur 16km von der größeren Stadt Bergen entfernt, die wir am Folgetag bewundern konnten. Nach zwei Nächten haben wir unsere Zelte wieder abgebaut und machten uns auf den Weg in das kleine Städtchen Odda. Der Campingplatz, direkt an einem Bergsee gelegen, bot die optimale Gelegenheit für ein wortwörtlich eiskaltes Bad (der See wird unter anderem durch einen Schmelzfluss vom nahe gelegenen Folgefonna-Gletscher gespeist). Ein 30m hoher Felsen – liegen gelassen von dem Gletscher, der dieses Tal entstehen ließ – bot einen tollen Ausblick auf den See. Hier blieben wir etwas länger, was uns Zeit für eine Tages-Wandertour über einen unerwartet schwierigen Weg den Berg hinauf gab. Die atemberaubende Aussicht entlohnte uns für die ingesamt 10-stündige Tour. Der Folgetag wurde etwas gemütlicher mit einer kleinen Kanutour über den See und dem Pfadi-Versprechen am Abend auf einer Aussichtsplattform ca 40m über dem Boden.

Die Fahrt zum nächsten Ziel, einem Pfadfinderzeltplatz in der Nähe von Stavanger, stellte ich als etwas komplizierter heraus, da wir zunächst zum falschen Ziel geleitet wurden. Mit der Hilfe des örtlichen Pfadfinderstammes fanden wir doch noch den Platz mitten in der Pampa und konnten sogar mit den per SMS erhalteten Zahlencodes die Toiletten und Duschen öffnen. Den nächsten Tag füllten wir mit einer Tour zum Preikestolen, einem Felsblock gut 600m über dem Talboden. Uns bot sich außer dem Blick auf Horden von Touristen jedoch ein Blick auf ein scheinbar endloses Wolkenmeer unter uns. Zurück am Zeltplatz machten wir uns um 23:00 Uhr auf dem Weg nach Kristiansand, wo wir mit der Fähre am nächsten Morgen die Heimreise antreten würden.

Wieder in Hirtshals angekommen, verbrachten wir dort einen vollen Tag, gingen zum Strand, in das Schwimmbad des Platzes, in das Ozeanium (um uns einen lustigen Fisch namens Mondfisch anzusehen, dessen dänischer Name “Klumpfisk” viel passender scheint) und sahen uns die Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg an.

Das Lager schlossen wir mit einer Übernachtung am Heim ab, da wir uns entschlossen hatten, durchzufahren und im Pfadfinderheim einen entspannten Abend zu verbringen. Das gute Wetter hielt gerade noch für die Reflexion des Lagers am Lagerfeuer, dann fing es an zu schütten.

Am nächsten Morgen waren alle vollkommen erschöpft aber glücklich, bei diesem Abenteuer dabei gewesen zu sein.

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