Pfadisommerlager vom 25.07.-08.08.2015 in Maisons – Frankreich

Erschienen am 12. August 2015 in Pfadfinderstufe

 

In diesem Jahr haben wir uns in der Gruppe für das Ziel Frankreich entschieden. Konkret verschlug es uns in die Normandie in die Nähe von Bayeux.

Am 25.7. starteten 16 Pfadis und 4 Leiter am frühen Morgen in 2 PKWs und einem 9-Sitzer mit Anhänger, in dem unsere Fahrräder verpackt waren.

Nach etwas Stau an vielen Maut-Stellen in Frankreich kamen wir gegen 19 Uhr am Zeltplatz in Maisons an, der den Pfadfindern aus Bochum-Harpen gehört.

Wir nutzten den restlichen Abend um unsere Schlafzelte aufzubauen, Nudeln mit Pesto zu essen und früh schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen wurden wir vom Regen geweckt und mussten erst einmal unsere Jurte aufbauen, um trocken frühstücken zu können. Nach der Stärkung nutzen wir jede Regenpause um weiter auszuladen und alle Zelte regensicher zu machen. Außerdem konnten wir beim nächstgelegenen Bauern Feuerholz kaufen, damit uns warm wurde und wir trockneten.

Am Montag war es immer noch bewölkt und regnerisch, so dass wir beschlossen mit den Autos nach Bayeux zu fahren und uns die Stadt anzusehen. Es gibt dort einen riesigen Dom und viele Museen. Die Leiter besuchten in der Zeit das D-Day Museum am Rande der Stadt.

Am nächsten Tag konnten wir dann endlich unsere Fahrräder nutzen und die Umgebung damit erkunden. Zunächst fuhren wir an die nächstgelegene Küste nach ‚Port en Bessin‘ zu einem Muschelstrand mit Steilküste. Da wir uns hier auf historischem Boden bewegen, entdeckten wir auch gleich die erste Bunkeranlage. Danach wollten wir aber noch zu einem Sandstrand, weiter westlich gelegen. Bei ‚Saint Laurent sur Mer‘ stiessen wir auf Sandstrand mit Monument, dem Omaha-Beach. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und schafften ca. 40 km mit dem Fahrrad.

Am Mittwoch hatte ein Pfadi-Mädel Geburtstag und wir brunchten gemütlich in den Tag. Im Anschluss fuhren wir mit den Fahrrädern als Überraschung zu einem Maislabyrinth, wo sich auch eine Go-Kart-Bahn befand. Abends haben wir gegrillt und den schönen Tag ausklingen lassen.

Den nächsten Tag verbrachten wir einen „grünen“ Tag mit viel grünem Essen, ohne Autos und mit einer Olympiade.

Am darauf folgenden Tag durften wir dann mit den Leitern die Position tauschen und einen Tag selber bestimmen, was gemacht werden sollte. Außerdem planten wir auch das Essen und den Einkauf selber. So fuhren wir dann nachmittags nach einer Suppe zur Stärkung erneut zum Omaha-Beach – aber dieses Mal mit dem Auto – und genossen dort die Sonne und das Meer.

Dann kam auch schon das Bergfest mit dem Versprechen. Nach den Vorbereitungen tagsüber, fuhren wir abends mit den Autos zu einer Steilküste in der Nähe von ‚Arromanches-les-Bain‘ am historischen Strandabschnitt „Gold“ und die Versprechens-Leute mussten über einen Umweg dorthin gelangen. Im Sonnenuntergang und bei anschließendem Lagerfeuer und Musik genossen wir den Abend.

Am Sonntag wurde dann unser Wunsch-Programm, dass wir ausgesetzt werden und nur mit Hilfe von Karte und Kompass zurück zum Zeltplatz finden mussten, durchgeführt. Wir teilten uns in eine 4er-, eine 7er- und eine 5er-Gruppe auf und wurden mit verbundenen Augen an verschiedene Orte gebracht. Alle fanden den Weg zurück und so trudelten die letzte Gruppe ein, während wir Anderen schon Abendbrot aßen.

Am nächsten Tag startete mittags dann der Fahrrad-Hajk. Am ersten Abend fanden wir nach etwas Suchen einen ehemaligen Pfadfinder, der ein Schloss besitzt und uns auf seiner Wiese schlafen liess. Am nächsten Morgen haben wir dann mit ihm in seiner Kapelle gebetet, bevor unsere Tour weiterging. Diese führte uns auf Empfehlung des Schlossbesitzers zum deutschen Soldatenfriedhof nach ‚La Cambe‘, wo wir kurz verweilten. Am zweiten Abend schliefen wir nach Empfehlung und Absprache am Strand, da wir leider keine andere Möglichkeit zum Übernachten gefunden haben. Am dritten Tag machten wir auf dem Rückweg Pause an der sogenannten „Maisy Batterie“, und kamen dann müde aber zufrieden nachmittags wieder am Zeltplatz an.

Wir beschlossen noch ein paar weitere geschichtliche Punkte in der Umgebung zu besuchen. So fuhren die meisten am nächsten Tag mit den Autos zum „Normandy American Cemetry and Memorial“, zum ‚Pointe du Hoc‘, an dem wir mehrere Bunker von innen besichtigen konnten, und die „Maisy Battery“, eine ehemalige Bunkeranlage und Geschützstellung. Den Abend ließen wir wie gewöhnlich am Lagerfeuer mit Musik ausklingen.

Dann war auch schon der Tag des Packens gekommen. Wir bauten alles ab, beluden den Anhänger mit Fahrrädern und Material und schliefen ein letztes Mal unter freiem Himmel (auch „himmeln“ genannt). Am Samstag ging es dann in aller Frühe zurück nach Schwerte.

Sommerlager PFADIS 2015 (1)

 

Sommerlager PFADIS 2015 (2)

Das erste Foto ist auf dem Hajk entstanden. Der Herr ohne Kluft ist Besitzer vom Chateau de Colombieres, selber Pfadfinder und hat uns in seinem Schlossgarten übernachten lassen. Vielen Dank hierfür nochmal. Das zweite Foto ist direkt nach dem Versprechen entstanden.

 

Hier noch ein paar mehr Fotos in der Galerie:

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